Jahresrückblick 2010
Das Jahr 2010 / Rückblick
Liebe Mitglieder der Praxisnetze und Genossenschaften,
das ereignisreiche Jahr 2010 neigt sich dem Ende. Am 14.01.2010 wurde in Dortmund der Verschmelzungsvertrag zum LPNRW e.V. notariell begleitet und unterzeichnet. Der neue Vorstand wurde am 14.04.2010 in Dortmund gewählt. (www.lpnrw.de – Startseite, rechts News-Ticker).
In Duisburg haben am 21.04.2010 der Gesundheitsverbund West e.G. (GV-West) und der Landesverband beschlossen unter dem Namen Vertrags-Arbeits-Gemeinschaft NRW (VAG-NRW) geschlossen sich im Gesundheitsmarkt zu positionieren (www.lpnrw.de – News-Ticker, „Enge Zusammenarbeit beschlossen“)
Am 05.05.2010 hat sich der Landesverband in Köln mit Vertretern Medi Dt. (Dr. Baumgärtner) und des Deutschen HÄV (E. Mehl) getroffen und eine Zusammenarbeit vereinbart. (Ergebnisprotokoll vom 05.05.2010 und Statement zur gemeinsamen Pressemitteilung vom 16.06.2010 (www.lpnrw.de – Startseite/News-Ticker)
Der LPNRW geht davon aus, dass in den nächsten Jahren Selektivverträge mit den Kollektivverträgen der KBV um eine angemessene Honorierung der Ärzte konkurrieren werden. Der LPNRW unterstützt den Hausärzteverband bei seinen Honorarforderungen für unsere Hausärzte. Weder Selektiv- noch Kollektivverträge lösen das Problem der fachübergreifenden Versorgung von chronisch kranken und kostenintensiven Patienten. Ergänzende Verträge – Versorgungspfadmodule – werden die Versorgung unserer Patienten verbessern. Unser Versorgungspfadmodul Hypertonie – seit Februar 2007 in der Entwicklung – wird in Hamm getestet: Patienten mit hohem und sehr hohem kardiovaskulärem Risiko werden eingeschrieben und einem mit den Kassen abgestimmten Überwachungsprogramm mit definierten Schnittstellen zugeführt.
Besonders stolz kann der Landesverband auf die Arbeit der Kollegen Arne Meinshausen und Frank Koch aus Witten sein: Viele rühmen sich, dass sie sich für die asymmetrische Honorarverteilung eingesetzt haben, gekämpft hat aber nur der Landesverband. 166 Millionen mehr – Danke (www.lpnrw.de, Startseite - linke Spalte unter Aktionsbündnis NRW / Dankschreiben…)
Unser Kongress in Münster hat tiefen Eindruck hinterlassen. Prominente Vertreter aus Politik und Krankenkassen haben über Ärztliche Versorgungsformen im nächsten Jahrzehnt diskutiert und erkannt, dass unser Landesverband Lösungen bieten kann:
In den letzten Tagen bin ich aufgefordert worden, zu den ambulanten Kodierleitlinien (AKR) Stellung zu nehmen. Der Vorstand hat dieses Thema noch nicht diskutiert, so dass die folgenden Ausführungen meine persönliche Einschätzung widerspiegeln. Über Jahre mussten wir ohnmächtig beobachten, wie aufgrund der Koppelung des Honorars an die Grundlohnsummenänderung unser Punktwert von > 10 Pfennig auf < 3 Cent sank. Seit 2009 wird unser Honorar jährlich neu verhandelt: dokumentierte Morbiditätsveränderungen bestimmen unser Honorar.
Wer nicht kodiert, der verliert.
Die Kritik vieler KV-en und Verbände ist aber gerechtfertigt. (siehe Powerpräsentation von Dr. Popert: http://www.gesundinkassel.de/ Dort finden Sie unter Rubrik Downloads Dokumente zum Thema Kodierrichtlinien).
Ich werde im ersten Halbjahr auf keinen Fall das Regelwerk aktivieren, ich werde aber ab sofort versuchen die AKR umzusetzen. Ein Aussetzen der AKR kann ich mir nicht vorstellen.
Gesegnete Feiertage und einen guten Rutsch in das Jahr 2011 wünsche ich Ihnen und Ihren Familien
Dr. med. Heinrich Miks
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